Das fehlende Element in Ihrer Strategie zur Dekarbonisierung von Scope 3: Hochwertige Primäremissionsdaten
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Neue Erkenntnisse zu Scope 3 aus dem Global Supply Chain Sustainability Risk & Performance Index
Mehr als ein Drittel der 2.000 weltweit größten Unternehmen haben sich Netto-Null-Ziele für Scope-3-Emissionen gesetzt – aber nur 16 % sind auf dem richtigen Weg, diese zu erreichen. Was steckt hinter dieser großen Kluft zwischen Ambitionen und Maßnahmen? Ein wichtiger Faktor ist die mangelnde Transparenz in Bezug auf CO₂-Emissionen in globalen Lieferketten, die dazu geführt hat, dass man sich zu sehr auf allgemeine Emissionsdurchschnittswerte der Branche statt auf echte Lieferantendaten verlässt. Unsere Untersuchungen zeigen jedoch, dass diese Datenlücke mit den richtigen Lieferanteninformationen und Tools geschlossen werden kann. In diesem Artikel wird erläutert, warum Primäremissionsdaten das entscheidende fehlende Puzzleteil im Bereich Scope 3 sind – und warum die Befähigung von Lieferanten, diese Daten zu melden und weiterzugeben, Ihre Dekarbonisierungsstrategie verändern kann.
Die Herausforderung bei der Dekarbonisierung der Lieferkette: Warum Primär-Emissionsdaten wichtig sind
Die Messung von Scope 3 stellt eine besondere Herausforderung dar. Die meisten Unternehmen stützen sich bei der Berechnung der Lieferantenemissionen auf Sekundärdaten – Branchendurchschnitte oder Schätzungen. Dieser Ansatz ist zwar ein notwendiger Ausgangspunkt, aber es fehlt ihm an Genauigkeit und Spezifität, um CO₂-Risiken zu lokalisieren und Möglichkeiten für Effizienzsteigerungen und bedeutende Reduzierungen in der gesamten Lieferkette zu identifizieren.
Primäre Emissionsdaten – tatsächliche Daten, die direkt von Lieferanten zu ihren Aktivitäten und Betriebsabläufen bereitgestellt werden – sind unerlässlich für:
- Die genaue Messung Ihres CO₂-Fußabdrucks und die Festlegung von Reduktionszielen: Im Gegensatz zu sekundären Daten liefern Primärdaten ein klareres Bild Ihres CO₂-Fußabdrucks und ermöglichen so die Festlegung wissenschaftlich fundierter Ziele und die Verfolgung von Fortschritten.
- Fundierte Geschäftsentscheidungen zur Optimierung Ihrer Lieferkette: Zuverlässige Emissionsdaten ermöglichen es Ihnen, Emissions-Hotspots genauer zu identifizieren, die Leistung Ihrer Lieferanten zu vergleichen und CO₂-Kriterien in Ihre Beschaffungsstrategien zu integrieren – was zu Risikominderungen, Kosteneinsparungen und einer verbesserten Widerstandsfähigkeit führt.
- Verbesserung der Transparenz und Berichterstattung: Trotz sich wandelnder regulatorischer Rahmenbedingungen nehmen die Anforderungen an die CO₂-Berichterstattung weltweit weiter zu. Unternehmen mit präzisen Lieferantendaten und einem soliden Berichtsansatz sind besser in der Lage, sich an die sich ändernden Vorschriften anzupassen und sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
Weitere Einblicke finden Sie in unserem Carbon Action Report 2024.
Einbindung der Lieferanten: Der Schlüssel zu hochwertigen Daten
Um hochwertige Primäremissionsdaten zu erfassen, müssen Sie Ihre Lieferanten effektiv einbinden und ihnen Tools und Unterstützung zur Verfügung stellen, damit sie ihre Mess- und Berichtsfähigkeiten verbessern können. Das ist jedoch keine leichte Aufgabe. Viele Unternehmen haben mit begrenzten Ressourcen, komplexen Lieferketten und Lieferanten zu kämpfen, die sich noch in einer frühen Phase ihrer Dekarbonisierungsbemühungen befinden.
Hier sind einige Strategien zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Bereich CO₂-Emissionen:
- Informieren und befähigen Sie Ihre Lieferanten: Stellen Sie Ihren Lieferanten die Tools, Ressourcen und Schulungen zur Verfügung, die sie benötigen, um die CO₂-Bilanzierung zu verstehen – nicht nur als Compliance-Anforderung, sondern als strategischen Vorteil. Vielen Lieferanten fehlt es an internem Fachwissen. Daher kann die Aufschlüsselung komplexer Konzepte in praktische, branchenspezifische Leitlinien dazu beitragen, ihre Fortschritte zu beschleunigen.
- Optimieren Sie die Datenerfassung: Erleichtern Sie Ihren Lieferanten die Meldung von Emissionen, indem Sie eine zentralisierte, benutzerfreundliche Plattform einführen, die den manuellen Aufwand minimiert. Die Bereitstellung von Vorlagen, Datenschätzern und die direkte Integration in bestehende Systeme kann Reibungsverluste erheblich reduzieren und die Genauigkeit und Qualität der Daten verbessern.
- Anreize schaffen: Zeigen Sie Ihren Lieferanten, welche Vorteile sie davon haben. Betonen Sie über die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften hinaus, wie eine transparente Emissionsberichterstattung die Beziehungen zu Käufern stärken, Vorzugsverträge ermöglichen und sie als bevorzugten Lieferanten in einem Markt positionieren kann, der zunehmend nachhaltige Partner bevorzugt.
Binden Sie Lieferanten mit unserem Carbon Action Manager effektiver ein.
Wie Technologie dabei hilft, die Transparenzlücke zu schließen
Die richtige Technologie spielt eine entscheidende Rolle bei der Förderung der Lieferantenbindung und der Sicherstellung der Datenqualität. Tools der nächsten Generation nutzen fortschrittliche Funktionen, um die Erfassung und Analyse von Emissionsdaten von Tausenden von Lieferanten zu vereinfachen.
Und so funktioniert es:
- Zentralisierte Datenverwaltung: Führen Sie alle Emissionsdaten Ihrer Lieferanten auf einer einzigen, integrierten Plattform zusammen, um die Analyse und Entscheidungsfindung zu vereinfachen. Dadurch werden Datensilos beseitigt, Lieferantenvergleiche ermöglicht und ein klarer Echtzeit-Überblick über die CO₂-Hotspots in Ihrer Lieferkette geschaffen.
- Optimierte Arbeitsabläufe: Reduzieren Sie Ineffizienzen, indem Sie wichtige Prozesse wie Datenanfragen, Erinnerungen und Validierungen optimieren. Dies verringert nicht nur den Verwaltungsaufwand für Sie und Ihre Lieferanten, sondern verbessert auch die Antwortraten und gewährleistet eine konsistentere und zeitnahe Berichterstattung.
- KI-gestützte Datenqualitätsvalidierung: Verwenden Sie fortschrittliche KI-Tools, um die Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit der von Lieferanten übermittelten Daten zu beurteilen. Dies sorgt für zusätzliche Sicherheit und hilft Ihnen, einen zuverlässigeren und präziseren CO₂-Fußabdruck zu erstellen.
- Transparenz und Zusammenarbeit: Ermöglichen Sie Ihren Lieferanten Zugriff auf intuitive Dashboards, in denen sie ihre Emissionsleistung verfolgen, sich mit Branchenkollegen vergleichen und Verbesserungsmöglichkeiten identifizieren können. Wenn Lieferanten ihre Fortschritte im Kontext sehen, sind sie eher bereit, Verantwortung für ihre Emissionsminderungsbemühungen zu übernehmen und sich weiterhin für den Prozess zu engagieren.
Eine Win-Win-Situation für Einkäufer*innen und Lieferanten
Die Einbindung von Lieferanten in das Emissionsmanagement dient nicht nur der Einhaltung von Vorschriften, sondern schafft einen Mehrwert für beide Seiten. Einkäufer erhalten Zugang zu hochwertigen Daten für umsetzbare Erkenntnisse und eine genaue Berichterstattung. Im Gegenzug können Lieferanten ihre Beziehungen stärken, den gesetzlichen Anforderungen einen Schritt voraus sein und sich als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit positionieren.
Das Management von Scope-3-Emissionen muss kein Ratespiel sein. Indem Sie die Einbindung Ihrer Lieferanten priorisieren und innovative Tools zur Validierung und Analyse von Primäremissionsdaten einsetzen, können Sie Ihre Strategie zur Dekarbonisierung von Scope-3-Emissionen transformieren und bedeutende Schritte in Richtung Ihrer Nachhaltigkeitsziele unternehmen.
Lassen Sie uns über Ihre Herausforderungen im Bereich Lieferantendaten sprechen und wie Sie diese bewältigen können. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin für ein Gespräch mit uns, um zu starten.